Press & facts


Hier finden Sie ein ausführliches Interview mit der Band im Musik-Szeneheft "Visons". Andere  Presseveröffentlichungen folgen in Kürze.  Aussetzer und ungewollte Schlagzeilen müssen Sie über das "Bild"-Zeitungsarchiv anfordern.

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The ShitHeadz-Management


Shitheadz Interview im Visons Magazin, Ausgabe 2/2007

Kürzel: KK=KalleKamasutra, MP=MaxPower, LL=LexLover, PP=PatPorn, MM=MarcoMasturbo

Visons:            Ok, ihr wisst, dass die Frage sowieso kommt, wir sind das unseren weiblichen Lesern nun einmal schuldig. Also, damit das aus dem Weg ist, gleich zu Anfang: Seid ihr denn noch Singles?

KK:                     Darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort und daher kann ich die Frage für die anderen eigentlich gleich mit beantworten. Ein Shithead ist immer zu haben, und hat außerdem natürlich stets mindestens eine feste Freundin. Du musst einfach verstehen, dass im Rockbusiness die Grenzen fließend sind; konventionelles Beziehungsdenken funktioniert da nicht. Es lastet einfach täglich ein derartiger Kopulationsdruck auf uns; es ist eigentlich unmöglich sich dem zu entziehen.

MP:                 Yo, das trifft die Sache ziemlich genau. Ich selbst bin z.B. schon seit Monaten nicht mehr zum masturbieren gekommen.

Visons:            Wann war für euch eigentlich der Punkt da, wo ihr gesagt habt: „Ok, wir hängen unser normales Leben an den Nagel, und sind jetzt Musiker.“

LL:                  Naja, ein normales Leben in dem Sinne hat eigentlich keiner von uns mehr geführt, seit der Pubertät. Wir kennen uns ja von den alten Underage-Flic-Zeiten her. Wir wurden eben alle zur Schulzeit von den Studios angeworben und haben dann alle für einige Jahre unseren Lebensunterhalt mit Stutendeckung vor laufender Kamera verdient.

PP:                  Kennen gelernt haben wir uns bei dem Dreh von „High School Hard-Ons Do College Cunts“.

MM:                Richtig, der Streifen wurde im Gebäude der Realschule in Kisslegg gedreht. Die hatten den Musikunterrichtsraum als Fluffing-Room umfunktioniert. Es war damals recht stressig auf dem Set. Wir wurden also gerade für die Gangbang-Szene in der Turnhalle vorbereitet und ich weiß noch, wie der Aufnahmeleiter reinplatzt und uns anmault…

PP & KK:       „IN ZWEI MINUTEN SEID IHR VERFICKTEN SCHLAPPSCHWÄNZE VOR DER KAMERA UND HART WIE ZUCHTBULLEN AM VIEHHANDELSTAG, SCHEISSE NOCHMAL!“

MM:                Wir haben uns nur alle entgeistert angeguckt, weil du musst wissen, dass wir zu dem Zeitpunkt schon zwei Tage Dreh mit Counterparts hinter uns hatten, die vielleicht vor zwanzig Jahren mal als Studentinnen durchgegangen wären. Wir hatten also schon gehörig die Schnauze voll von dem Deal. Wie auf Kommando haben wir uns die Instrumente gekrallt, die da rumstanden, und alles voller Hass Richtung Aufnahmehorst geschleudert. Wir schreien den Kerl an „Fickgesicht!“, „Arschfotze!“, „Leg Deine Mutter doch selber flach!“ und so Zeug; und Schlagzeugteile, Blockflöten, Percussion-Fische und aller möglicher Scheiß fliegt auf den Sack zu. Pat landet einige gute Treffer mit den Xylophon-Teilen, die guten harten aus Metall, und es legt die dumme Sau doch glatt der Länge nach im Türrahmen hin. Wir haben uns alle weggeschmissen vor Lachen und sind abgezogen, um die Aktion zu begießen.

LL:                  Über ein paar Whisky-Cola ist uns dann klar geworden, dass wir alle recht gut mit den Instrumenten umgegangen sind und auch als Ensemble wunderbar harmoniert haben. Wie gesagt, wir hatten alle mehr als genug vom Film und wollten uns künstlerisch ohnehin umorientieren.

MP:                 Wir haben noch am selben Tag „Shitheadz“ gegründet und die Instrumente zugelost. Das war im Sommer 2005. Der Name ist übrigens eine Hommage an die Analschinken, mit denen wir uns als Jugendliche in der Filmindustrie zu den Oralgeschichten hochpimpern mussten.

Visons:            Das ging dann ja alles Schlag auf Schlag, oder? Ich kann mich noch erinnern euch als Newcomer beim Bizarre 2006 gesehen zu haben.

PP:                  Ja, das stimmt schon. Ich glaube wir haben einfach unglaublich von unseren Erfahrungen beim Film profitiert. Rocksongs und Pornoszenen folgen im Grunde ja den gleichen Prinzipien. Drei Grundstellungen, rhythmisches Grunzen.

KK:                 Von daher war das Songwriting auch nie ein Problem für uns. Unser Song „The Kicks“ ist z.B. eine einfache musikalische Adaption der Schlüsselszene von Marcos schauspielerischem Debüt „Drei Dildos für ein Halleluja“.

MM:                Man darf auch nicht vergessen, dass die großen Konzert-Booker genau wie die Casting-Agenturen arbeiten. Da wussten wir natürlich gleich was von uns erwartet wird und haben uns entsprechend verhalten in den Verhandlungen.

Visons:            Ja richtig, ihr habt ja soeben eure US-Tour mit „Alice Cooper“ äußerst erfolgreich abgeschlossen. Und ich denke mal, ihr seid die erste Band, die es geschafft hat, vor vollen Stadien spielen zu dürfen, ohne vorher auch nur ein einziges Album in den Läden zu haben. Wann werden eure Fans euch endlich auch an der heimischen Stereoanlage bejubeln können?

LL:                  Bald, Alter. Wir wollten nicht die erstbesten Songs nehmen, nur um ein Album zu füllen. Manche funktionieren einfach auch nur live wie z.B. „In Today’s Lesson You Will Learn How To Customize A Cockring From Guitar Strings“. Aber wir werden noch diesen Sommer in die Wüste von Nevada gehen und dort unser erstes Album produzieren.

Visons:            Was für einen Sound können wir da erwarten? Zumindest live ist es ja schwer, eure Musik in eine konkrete Richtung einzuordnen.

KK:                    Das lag eigentlich vor allem am Mischer.

MP:                   Stell Dir den Trieb von AC/DC gepaart mit dem Charme von Adriano Celentano vor. Nicht umsonst haben wir den Begriff „Bullrock“ geprägt.

PP:                  Konkret korrekt. Die Ladies dürfen sich auf harte Balladen freuen, und für die Amigos haben wir einiges an Stadionrock in petto.

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